Buklet 1a Werkzeug des lateralen Denkens

Wer Selbstverständlichkeiten in Frage stellt, der provoziert. Mit PO-Technik (von provokative operation) wir die vermeintliche Selbstverständlichkeiten in Frage gestellt: Standardeigenschaften und Voraussetzungen, die bisherigen Problemlösungen unnötig zugrunde liegen.

 Eine zentrale Methode kreativen Denkens ist mentale Provokationen entwickeln.Durch sie verliert ein Gegenstand, ein Sachverhalt schlagartig seine Selbstverständlichkeit, seine grundlegende und gewohnte Basiseigenschaft, sein Wesen. Diese Provokationen lassen sich in Sätze verpacken, die man etwa mit dem bekannten Reizwort „po“ einleitet: „Po, in den Restaurants gibt es keine Nahrung!“, oder: „po", das Telefon hat nur eine Taste!“, oder: „Po, mein Bleistift schreibt selber!“ Sie können dabei übertreiben, Eigenschaften umkehren, ein Zerrbild benutzen, ein Wunschbild verbalisieren oder einen Zufallsbegriff mit der Situation verknüpfen. Diese Methode katapultiert uns mit ziemlicher Direktheit aus den gewohnten Denkschienen. Und wenn einem das passiert, dann ist die Zeit reif für Hypothesen und Spekulationen – die Sie mit etwas Glück in Richtung einer neuen, ungewohnten Denkschiene führen könnten.

"po" ist das Lösungsmittel .

Als Lösungsmittel für die Neuanordnungsprozeß der Information erlaubt ein eindeutiger Sprachwerkzeug PO die Information neu zu ordnen und neue Muster entstehen.

Funktion und Verwendung PO

PO ist für das laterale Denken, was NEIN für das logische Denken ist.

NEIN ist Ablehnungswerkzeug, ein Instrument der Beurteilung, PO ist ein Umstrukturierungswerkzeug, ein Instrument der Anti-Beurteilung

NEIN wirkt innerhalb des Rahmens der Vernunft, PO wirkt außerhalb dieses Rahmens.

Das laterale Denken ist a-rational. Es befaßt sich damit, aus der Information Muster zu bilden, nicht damit, diese Muster zu beurteilen. PO ist niemals ein Instrument der Beurteilung, sondern ein musterbildendes Instrument.

Die Funktionen von PO sind:

  1. Neue Muster schaffen d.h. Information auf neue Weise zusammenfügen
  2. Alte Muster in Frage stellen d.h. alter Muster aulösen, um die eingeschlossenen Informationenauf neue Weise wieder zusammenzufügen.



» Siehe auch: Selbsverständlichkeit