Werkzeug des
lateralen Denkens
Wer Selbstverständlichkeiten in Frage stellt, der provoziert. Mit PO-Technik (von
provokative operation) wir die vermeintliche Selbstverständlichkeiten in Frage
gestellt: Standardeigenschaften und Voraussetzungen, die bisherigen
Problemlösungen unnötig zugrunde liegen.
Eine zentrale Methode kreativen Denkens ist mentale Provokationen
entwickeln.Durch sie verliert ein Gegenstand, ein Sachverhalt schlagartig seine
Selbstverständlichkeit, seine grundlegende und gewohnte Basiseigenschaft,
sein Wesen. Diese Provokationen lassen sich in Sätze verpacken, die man
etwa mit dem bekannten Reizwort „po“ einleitet: „Po, in den Restaurants gibt es
keine Nahrung!“, oder: „po", das Telefon hat nur eine Taste!“, oder: „Po, mein
Bleistift schreibt selber!“ Sie können dabei übertreiben, Eigenschaften
umkehren, ein Zerrbild benutzen, ein Wunschbild verbalisieren oder einen
Zufallsbegriff mit der Situation verknüpfen. Diese Methode katapultiert uns mit
ziemlicher Direktheit aus den gewohnten Denkschienen. Und wenn einem das
passiert, dann ist die Zeit reif für Hypothesen und Spekulationen – die Sie mit
etwas Glück in Richtung einer neuen, ungewohnten Denkschiene führen könnten.
"po" ist das Lösungsmittel .
Als Lösungsmittel für die Neuanordnungsprozeß der Information erlaubt ein
eindeutiger Sprachwerkzeug PO die Information neu zu ordnen und neue Muster
entstehen.
Funktion und Verwendung PO
PO ist für das laterale Denken, was NEIN für das logische Denken ist.
NEIN ist Ablehnungswerkzeug, ein Instrument der Beurteilung, PO ist ein
Umstrukturierungswerkzeug, ein Instrument der Anti-Beurteilung
NEIN wirkt innerhalb des Rahmens der Vernunft, PO wirkt außerhalb dieses
Rahmens.
Das laterale Denken ist a-rational. Es befaßt sich damit, aus der Information
Muster zu bilden, nicht damit, diese Muster zu beurteilen. PO ist niemals ein
Instrument der Beurteilung, sondern ein musterbildendes Instrument.
Die Funktionen von PO sind:
-
Neue Muster schaffen d.h. Information auf neue Weise zusammenfügen
-
Alte Muster in Frage stellen d.h. alter Muster aulösen, um die
eingeschlossenen Informationenauf neue Weise wieder zusammenzufügen.
» Siehe auch: Selbsverständlichkeit
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