Buklet 1a Zufälligen Anregungen

Einige laterale Methoden unterscheiden sich nicht sehr von vertikalen Methoden, wenn sich auch Ziel und Anwendungsweise deutlich vom vertikalen Denken abheben. Die Verwendung zufälliger Anregungen ist jedoch mit vertikalem Denken grundsätzlich unvereinbar. Beim vertikalen Denken befaßt man sich nur mit dem, was relevant ist. In Wirklichkeit verbringt man jedoch die meiste Zeit damit, auszuwählen, was relevant ist und was nicht. Bei der zufälligen Anregung verwendet man jede Information. Keine Information, wie zusammenhanglos sie auch erscheinen mag, wird als nutzlos zurückgewiesen, je belangloser die Information ist, um um so nützlicher kann sie werden.

Die Muster auf der Erinnerungsoberfläche sind beständig. Das heißt, daß das Muster der Veränderung beständig ist. Der Gedankenfluß ist beständig. dieser Gleichgewichtszustand ändert sich durch das plötzliche Hinzukommen neuer Information.

Die  zufällige Anregung wirkt nur, weil der Verstand als sich selbst erweiterndes Erinnerungssystem arbeitet. In einem Solchen System gibt es eine begrenzte und kohärente Aufmerksamkeitsspanne. auch wenn zwei beliebige, zusammenhanglose Informationen eingegeben werden, bleiben sie nicht getrennt. Normalerweise würde bei zwei zusammenhanglosen Informationen eine ignoriert und di andere berücksichtigt werden. Wenn aber beide beachtet werden, dann wird sich schließlich eine Verbindung zwischen beiden herstellen.

Man benutz eine Technik, um zufällige Ereignisse auszulösen.

Drei Methoden für zufälligen Anregungen:

  1. die Verwendung eines Wörterbuchs, das fein Zufallswort liefert
  2. formalisierte Wahl eines Buches oder einer Zeitschrift in einer Bibliothek
  3. ein Routineverfahren, um einen Gegenstand aus der Umgebung auszuwählen

Als Anregung und mentale Provokation, um zu einer neuen Idee zu gelangen sucht man ein Wort, das in keinerlei Zusammenhang mit dem Thema bzw. dem Problem steht und stellt es dem Problem gegenüber. Aus dieser Wortkombination versucht man nun, neue Ideen zu entwickeln. Dieser Begriff sollte tatsächlich ein Zufallsbegriff sein, dann hilft er in egal welchem Themenbereich weiter, denn das Gehirn hat die Fähigkeit, mentale Verbindungen herzustellen, so daß es selbst bei einem weit hergeholten Zufallsbegriff wieder an den ursprünglichen Problem- oder Themenbereich anknüpfen kann. Mit dieser Technik beginnt man die Suche an einem neuen Ausgangspunkt, was die Wahrscheinlichkeit einer neuartigen Idee schlagartig erhöht



» Siehe auch: Reizwort- methoden
» Siehe auch: Analogien