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Selbsverständlichkeit
Bei der Auseinandersetzung mit Situationen oder Problemen müssen viele
Dinge als gegeben hingenommen werden. Meist gehen wir Probleme an, ohne
uns der Voraussetzungen bewußt zu sein, die wir an eine Lösung anlegen.
Dadurch schränken wir den Suchraum für Problemlösungen unnötig ein. Doch
jede dieser Voraussetzungen ist ein Klischeemuster, das umstrukturiert werden
kann, damit sich die vorhandenen Informationen wirkungsvoller anwenden
lassen. Wir müssen uns der Voraussetzungen, die wir an eine Lösung stellen,
bewußt machen. Sie dürfen nicht implizit und verborgen bleiben. Sonst laufen
wir in Gefahr, sie als selbstverständlich zu betrachten.
Ziel des lateralen Denkens ist es, jede Voraussetzung und Annahme in Frage
zu stellen, denn das laterale Denken versucht, alle Muster umzustrukturieren.
Auch wenn über eine Annahme allgemeine Übereinkunft besteht, ist das keine
Garantie dafür, dass sie richtig ist. Die Tradition hält die meisten Annahmen
aufrecht, - nicht die wiederholte Überprüfung ihrer Gültigkeit.
Beim Lösen von Problemen setzt man stets gewisse Grenzen voraus. Sie
erleichtern die Lösung, da sie das Gebiet einschränken, in welchem die Lösung
gefunden werden soll. Wenn man Voraussetzungen anzweifelt, dann stellt man
gleichzeitig die Notwendigkeit von Grenzen und Einschränkungen und die
Gültigkeit von individuellen Auffassungen in Frage. jede Voraussetzung, welcher
Art die auch sei, kann in Frage gestellt werden. Es geht nicht darum,
Voraussetzungen und Annahmen als falsch anzugreifen oder bessere Lösungen
anzubieten. Das laterale Denken soll einfach den Versuch unterstützen, Muster
umzustrukturieren.
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