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Reizwort-
methoden
Reizwortprinzip, Prinzip der Zufallsanregung
Bei diesem Prinzip geht die Anregung zur kreativen Lösungsfindung von zufällig
gefundenen bzw. zusammengestellten Wörtern und Begriffen aus. Aus der
Beschreibung der Wörter bzw. Begriffe, aus ihrer Kombination oder aus
Assoziationen zu ihnen werden Anregungen für Lösungsideen gewonnen.
Wichtig ist dabei meist das Zufallsprinzip, also die Forderung, dass die
auslösenden Wörter aufgrund einer Zufallsauswahl gewonnen werden.
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Zuerst wird das Reizwort bestimmt. Das kann z.B. dadurch geschehen, daß
ein Wörterbuch, eine Zeitschrift o.ä. an einer beliebigen Stelle
aufgeschlagen und ein Wort spontan ausgewählt wird. Oder man würfelt eine
Seite und eine Zeile aus und wählt das erste Substantiv dieser Zeile.
Besonders geeignet sind Tiere, Pflanzen oder konkrete Gegenstände.
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Dann wird das so gewählte Reizwort analysiert: Welche Eigenschaften und
Eigenarten, welche Strukturen und Prinzipien, welche Funktionen finden sich
in diesem Begriff?
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Anschließend werden die gefundenen Aspekte der Reihe nach auf den
Problemgegenstand übertragen und damit versucht, neue Ideen zu
generieren.
Mit diesem Vorgehen ähnelt die Reizwortanalyse sehr stark der Analogie-Technik. Bei beiden Techniken
werden Aspekte eines anderen Objektes auf
den Problemgegenstand übertragen. Bei der Analogie-Technik wird dieses
andere Objekt durch Abstraktion gemeinsamer ("analoger") Eigenschaften
gefunden, mit der Hoffnung, weitere Eigenschaften der Analogie auf das
Ursprungsproblem rückübertragen und es damit lösen zu können. Bei der
Reizwortanalyse dagegen wird ein Begriff zufällig ausgewählt, er braucht mit
dem Problem nicht verwandt zu sein. Die Verbindung zwischen dem
Problemgegenstand und dem Reizwort wird regelrecht erzwungen. Auch hier
versucht man, Eigenschaften (des Reizwortes) auf das Problem zu übertragen.
Voraussetzung für den Erfolg der Reizwortanalyse ist ein umfassendes
Problemverständnis.
» Siehe auch: Analogiemethoden
» Siehe auch: Zufälligen Anregungen
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