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"Ich glaube nicht, dass Kreativität die Gabe einer guten Fee ist. Ich glaube, sie
ist eine Fertigkeit, die wie Autofahren geübt und gelernt werden kann. Wir halten
die Kreativität nur für eine Gabe, weil wir uns nie bemüht haben, sie als
Fertigkeit zu üben."
Edward de Bono
Kreativ ist eine Lösung dann, wenn sie abseits der „ausgetretenen Pfade“
gefunden wird, aber gleichzeitig auch zuverlässig und praktisch durchgeführt
werden kann. Die Lösung muß „funktionieren“, sonst handelt es sich lediglich
um eine originelle, nicht um eine kreative Idee.
Um zu einer solchen Lösung zu kommen, können Sie sich verschiedener
Methoden, der sogenannten Kreativitätstechniken, bedienen.
Natürlich hat niemand Ideen aus dem Nichts heraus, auch wenn es bei
erfahrenen „Kreativen“ so scheinen mag. In Wirklichkeit muß jede Idee geboren
werden, und das kann ein mühsamer und auch schmerzlicher Vorgang sein.
Hat man die Idee einmal gefunden, wird man ganz selbstverständlich mit ihr
umgehen, so daß man vergessen mag, wie schwierig die „Geburt“ war. Im
Gegenteil – man fragt sich plötzlich, warum man diese naheliegende Idee nicht
durch herkömmliches, logisches Denken gewinnen konnte.
Mit diesem Phänomen hat sich der Psychologe Edward De Bono, der eine
Reihe von Kreativitätstechniken entwickelte, auseinandergesetzt.
Zur Erklärung bedient er sich des Bildes eines Flußbettes, in dem unser
Denken in gewohnten Bahnen ruhig dahinfließt.
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Um kreativ zu sein, müssen wir dieses Flußbett unseres üblichen
Gedankenstroms verlassen und aus dem Flußbett „springen.“
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Natürlich führt dieser Sprung ins Ungewisse. Deshalb müssen Sie jetzt
einen „Seitenarm“ finden, der Sie in das „Flußbett“, also zu Ihrem
Gedankenfluß, zurückführt.
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Mit diesem Schritt schließen Sie die kreative Idee erst ab. Eine
„verrückte“ Idee, die keinen Bezug zu Ihren übrigen Gedanken hat, kann
nicht als kreativ gewertet werden.
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Von nun an wird das ungewohnte Denken zur Routine. Von nun ab
können Sie den „kreativen Sprung“ jederzeit wiederholen, der Seitenarm
ist „schiffbar“ geworden.

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